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Freitag, 8. Januar 2016

Projekt Brot + Butter (1) - ...zwiebel me up, Scotty!

Freitag, 8.1.2016: Plan und Konzept
Was brauche ich denn überhaupt? Welche Kleidungsstücke trage ich in heavy rotation, bis sie auseinanderfallen? Welche vermisse ich jedes Mal, wenn ich ratlos am Morgen vorm Kleiderschrank stehe? Fehlen mir nur bestimmte Elemente (Oberteile, Röcke, Hosen, Jacken, Bhs) oder ganze Outfits oder doch das entscheidende eine Teil (ein grauer Blazer, ein schwarzes Strickjäckchen, eine weiße Bluse)? Was hat Priorität? Was kann ich realistisch in knapp drei Monaten schaffen?

Habe ich bereits hinreichend erwähnt, dass ich eine Näh-Anfängerin bin? Das zieht nämlich zwei Dinge nach sich: Nachdem ich wochenlang durch verschiedene Nähblogs cruiste, befinde ich mich zum einen in einem Optionenrausch aus Schnittmustern und Stoffen und zum anderen heisst das: ich habe noch die freie Wahl! :)
Von daher kommt der Aufruf von Frau siebenhundertsachen zu einem gemeinsamen Brot + Butter Projekt gerade recht. Zudem zwingt es mich zur Demut, nicht gleich nach den Sternen zu greifen - und erlaubt mir, ein paar altgediente Stücke meines Kleiderschrankes auszutauschen:

okay, die ganz schlimmen Dinger hatte ich jetzt grad nicht zur Hand ;)




Bei mir läuft das oftmals nämlich so: da gibt es ein paar Outfits für bestimmte Anlässe. Und daneben gibt es haufenweise anlassfreie Tage und ein paar Stücke, nach denen ich an solchen Tagen immer greife. Denen man das inzwischen aber auch ansieht, weil die Farben aus der Mode gekommen sind, sie sich nicht kombinieren lassen, sie reperaturbedürftig und nicht mehr "oberflächentauglich" sind - und die ich darum meistens "heimlich untendrunter" trage. 
 Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr realisiere ich, dass ich ein ausgemachter Zwiebeltyp ich bin. Als bekennende Frostbeule trage ich meine Kleidung meist in folgender Schichtung - und das bis zu Temperaturen von 30°:

Zwiebellagen in Relation zur Außentemperatur

Darum habe ich beschlossen, mich im Zuge des Brot + Butter Projektes einmal komplett neu einzuzwiebeln! Ein für mich sehr sinnvolles Vorhaben, auf welches ich ohne das Brot + Butter Projekt nicht gekommen wäre. Und eine willkommene Chance, um im Nähen mehr Routine zu bekommen. Nur, wie mache ich da nun einen Plan draus? 

Nach dieser Logik besteht bei mir eine komplette Zwiebel aus 4 Teilen: 
  • Strickjacke
  • Oberteil
  • T-Shirt
  • Unterhemd
Das Brot + Butter Projekt ist für 12 Wochen angesetzt. Das bedeutet also 4 Teile in Summe, und somit für jedes ca. 3 Wochen Zeit.

VerywellThen, klingt nach 'nem Plan, oder?

Und da das alles oberflächentaugliche Kleidung werden soll, werde ich sie farblich aufeinander abstimmen und dabei möglichst in die Restgarderobe einpassen. Wenn ich mir das da oben so ansehe, dann könnte auch alles ein wenig heller werden. Das brüte ich aber mal an anderer Stelle aus. Denn jetzt gebe ich endlich der Neugier nach und geh gucken was bei andern Leuten die Butter auf dem Brot ausmacht.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Einsteigerschnitte I Season 1 Pilot


Als ich der näherfahrenen Mutter verkündete, ich würde es mit dem Nähen aufnehmen wollen, erkundigte sie sich erfreut und interessiert was ich denn zu nähen gedenke. Als ich sagte ich trage mich mit dem Gedanken einen Mantel zu nähen prustete sie meinem Grössenwahn ebenso belustigt wie verächtlich entgegen. 

…es ist ja oft so, wenn man nicht weiss (also so gar nicht weiss) wovon man spricht, dann weiss man ja auch nicht wo der Hase im Pfeffer liegt und vor was man alles zurückschrecken sollte. Dementsprechend selbstbewusst lassen sich dann solche Absichten auch vortragen.

Insofern hat diese unwissende Unerschrockenheit ganz gewiss auch Vorteile - jedoch gab es keinen Zweifel über den Stand meines Nähvermögens. ….hatte ich nicht gerade erst ein Video zu Rate gezogen, um zu lernen wie man einen Faden in die Maschine fädelt? :P

VerywellThen, also liess ich mich überzeugen und nähte, mit der näherfahrenen Mutter gemeinsam ausgewählte und für gut befundene Einsteigerschnitte, die ich Euch in chronologischer Abfolge einzeln zeigen werde:

Dienstag, 22. Dezember 2015

Dakota - Zum Zweiten

Weihnachtskleid Sew Along, Finale!

Finale
Fertig! Wir haben es gemeinsam geschafft. Wir haben alles gegeben und sehen einfach umwerfend aus

...oder sind noch voll dabei.... :/


Bevor ich den Post umwandel und von Krankheit und Zeitnot und den letzten Nähten berichte geht mein Dank an lila und gelb die mein Problem teilt und die megagute Idee hatte einen Platzhalter einzustellen. Ich weiss es ist gemogelt, aber ich bin sooo nah dran und spätestens morgen dabei!!


Sry, bitte habt Geduld und seht erstmal bei den anderen die wundervollen Kleider an - und ab morgen wiederkommen!!

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Oh BAM, das war eine langwierige Prozedur.
Aber zuerst - voila, hier ist es, das Weihnachtskleid.

 


Ein dunkelgrünes Wollcrepe Dakota, angepasst im Sinne von verlängert und für die Humpty Dumptyeske Körpermitte erweitert, so dass es gut passt. Wobei gut passen nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit gut sitzen ist - und dies dann wohl level 2 darstellt (mindestens), und offensichtlich nicht geeignet für Näh-Anfänger. 

Mit der Rückenpartie bin ich besonders unzufrieden. Nicht unbequem, aber meines Erachtens viel zuviel Weite, die ich möglicherweise auch durch die Abnäher noch stärker hätte rausnehmen können. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich das Gefühl habe dass die Abnäher an den Schultern irgendwie keinen Auftrag haben. Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass es ohne besser gewesen wäre.

Während der „hängende Rücken“ zumindestens kaschierend wirkt, frage ich mich, ob eine Hohlkreuzkorrektur einen Versuch wert wäre - und ob man die jetzt überhaupt noch machen kann.

Nicht nur dass ich mitten im Sew Along krank wurde, dann ging mir noch das Garn aus. Auch bis es nachbeschafft war, verging Zeit. In der Zwischenzeit nähte ich noch ein Untendrunter Shirt (das Top 105 aus der BurdaStyle 2/2015)




Dann ist mir ein Fehler unterlaufen: ich habe den Schalkragen aussen angenäht, weil ich es logisch fand. Dann entdeckte ich dass man dann die Nähte sehen kann, öffnete die Naht und verbarg sie rückwärtig wie bei umgeschlagenen Hosenbeinen. Bishierher gut. Allerdings sieht man nun die versäuberten Aussenränder.

Hier wird Abhilfe geschaffen sobald die Post wieder funktioniert und mit akzentuierendem Schrägband verzaubert. Selbiges für den Saum, der darum umgesäumt blieb.



Da ich in Summe noch dabei bin, mir die durchschnittlichen 6-7 Kilos für frischgebackene Nichtraucher auf die Hüften zu laden, muss ich feststellen dass es eine weitere Herausforderung ist, schneller zu nähen als zuzunehmen. Insofern, und auch da war die krankheitsbedingte Pause kontraproduktiv, sind die Ärmel nun eng.

Davon ab waren das meine ersten Ärmelschlitze, die von aussen viel ansehnlicher wirken als sie Tatsache wären, würde man sie erknöpfen wollen - aber wer will das schon….
Schlussletztendlich wurde mein Weihnachtskleid auf den allerletzten Drücker fertig, so dass ich es den gesamten Heiligabend trug, und ungeachtet der kleinen Schönheitsfehler und Unvollständigkeiten am Ende trotzdem ziemlich selbstzufrieden in einem selbstgenähten Kleid unter dem Tannenbaum sass. 




VerywellThen, das mache ich gerne nochmal - in diesem Sinne:
Frohe Weihnachten an alle Mitstreiterinnen!