Was brauche ich denn überhaupt? Welche Kleidungsstücke trage ich in heavy rotation, bis sie auseinanderfallen? Welche vermisse ich jedes Mal, wenn ich ratlos am Morgen vorm Kleiderschrank stehe? Fehlen mir nur bestimmte Elemente (Oberteile, Röcke, Hosen, Jacken, Bhs) oder ganze Outfits oder doch das entscheidende eine Teil (ein grauer Blazer, ein schwarzes Strickjäckchen, eine weiße Bluse)? Was hat Priorität? Was kann ich realistisch in knapp drei Monaten schaffen?
Habe ich bereits hinreichend erwähnt, dass ich eine Näh-Anfängerin bin? Das zieht nämlich zwei Dinge nach sich: Nachdem ich wochenlang durch verschiedene Nähblogs cruiste, befinde ich mich zum einen in einem Optionenrausch aus Schnittmustern und Stoffen und zum anderen heisst das: ich habe noch die freie Wahl! :)
Von daher kommt der Aufruf von Frau siebenhundertsachen zu einem gemeinsamen Brot + Butter Projekt gerade recht. Zudem zwingt es mich zur Demut, nicht gleich nach den Sternen zu greifen - und erlaubt mir, ein paar altgediente Stücke meines Kleiderschrankes auszutauschen:
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| okay, die ganz schlimmen Dinger hatte ich jetzt grad nicht zur Hand ;) |
Bei mir läuft das oftmals nämlich so: da gibt es ein paar Outfits für bestimmte Anlässe. Und daneben gibt es haufenweise anlassfreie Tage und ein paar Stücke, nach denen ich an solchen Tagen immer greife. Denen man das inzwischen aber auch ansieht, weil die Farben aus der Mode gekommen sind, sie sich nicht kombinieren lassen, sie reperaturbedürftig und nicht mehr "oberflächentauglich" sind - und die ich darum meistens "heimlich untendrunter" trage.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr realisiere ich, dass ich ein ausgemachter Zwiebeltyp ich bin. Als bekennende Frostbeule trage ich meine Kleidung meist in folgender Schichtung - und das bis zu Temperaturen von 30°:
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| Zwiebellagen in Relation zur Außentemperatur |
Darum habe ich beschlossen, mich im Zuge des Brot + Butter Projektes einmal komplett neu einzuzwiebeln! Ein für mich sehr sinnvolles Vorhaben, auf welches ich ohne das Brot + Butter Projekt nicht gekommen wäre. Und eine willkommene Chance, um im Nähen mehr Routine zu bekommen. Nur, wie mache ich da nun einen Plan draus?
Nach dieser Logik besteht bei mir eine komplette Zwiebel aus 4 Teilen:
- Strickjacke
- Oberteil
- T-Shirt
- Unterhemd
VerywellThen, klingt nach 'nem Plan, oder?
Und da das alles oberflächentaugliche Kleidung werden soll, werde ich sie farblich aufeinander abstimmen und dabei möglichst in die Restgarderobe einpassen. Wenn ich mir das da oben so ansehe, dann könnte auch alles ein wenig heller werden. Das brüte ich aber mal an anderer Stelle aus. Denn jetzt gebe ich endlich der Neugier nach und geh gucken was bei andern Leuten die Butter auf dem Brot ausmacht.









